Geschichte

 

Aus den Protokollen des KIR seit 1945

 

Rückblick:

1793                Christian Konrad Sprengel entdeckt, dass die Blütenbefruchtung durch Übertragung von Blütenstaub auf die Blütennarbe erfolgt und zum größten Teil durch Bienen vollzogen wird.

Bienen sind also nicht nur zur Honig- und Wachsgewinnung nützlich!

1838      die erste Bayerische Bienenzeitung wird veröffentlicht

1863      in Bayern gibt es 231 676 Bienenvölker

 

Vereinsgeschichte:

1883                Gründung eines Bienenzuchtvereins in Rosenheim – allerdings ohne Vorstandschaft!

1931      am 25.10.1931 gründen die Landvereine der Bienenzüchter den Bienenzuchtverein Rosenheim

1. Vorsitzender: Emmeram Rauscher (Flintsbach)

2. Vorsitzender: Josef Strasser (Rosenheim)

Kassier: Oberlehrer Balk (Rosenheim)

 

Bei der Eröffnungsversammlung beklagt Landwirtschaftsrat Schreiber, dass 75 % der Bienenstände veraltet seien; er empfiehlt besonders kleineren Bienenzüchtern Anschluss an einen Bienenzuchtverein zu suchen, um dort Aufklärung zu erhalten (Rosenheimer Anzeiger vom 26.10.31)

 

1945                Protokollnotiz: „Bis 21.6.45 fehlen alle Unterlagen!“

 

1945    in Bayern müssen 55000 Imker mit 1 000 000 Völkern mit Zucker versorgt werden

in Amerika stehen 300 000 Zentner Honig für den Export bereit

 

10.8.45    Julius Krauss (Endorf) wird Nachfolger des bisherigen 1. Vorsitzenden Josef Strasser

 

1948                Flüchtlingsimker erhalten die gleiche Zuckermenge wie die übrigen Imker

30.12.48 Die Stadtverwaltung Rosenheim genehmigt eine Imkerversammlung am 2.1.49 im Flötzinger Keller in Rosenheim

 

1949      große Schäden durch die Milbenseuche, die ausschließlich Jungbienen befällt; in ganz Bayern (400 000 – 450 000 Völker) muss Schutzbegasung der Völker mit ApiMilbin durchgeführt werden

wegen der chemischen Bekämpfungsmittel im Obstanbau werden manchmal Völker vorübergehend evakuiert

 

die Völker im Alpenvorland sind am Verhungern, der Zucker- und Honigvorrat wurde bereits im Sommer verfüttert; selbst die ältesten Imker des Rosenheimer Bezirks können sich nicht an ein derartig schlechtes Jahr erinnern (Rosenheimer Tagblatt Wendelstein, 1.9.49)

die Ernährungsämter gewähren 2 Pfund Notzucker pro Volk

 

1950                Zuckerzuweisung: pro Volk können wegen der Zuckerkrise nur 3 Pfund Zucker zur Herbstauffütterung abgegeben werden; es besteht keine Verpflichtung für die Imkervereine Nichtmitglieder zu versorgen

 

1951      jedes Mitglied leistet einmalig einen freiwilligen Beitrag in Höhe von 0.20 DM an den Landesverband zur Deckung der erhöhten Unkosten

in Deutschland besteht große Schwierigkeit, den Herbstzucker (90 Tonnen) zu beschaffen, da dieser weder bei den Fabriken noch beim Großhandel zur Verfügung steht

 

1952      Honig aus Übersee wird bereits für 0.40 – 0.50 DM pro Pfund angeboten; der Preis für einheimischen Honig liegt zwischen 2.20 und 2.50 DM pro Pfund, also etwas unter dem Butterpreis

in ganz Deutschland gibt es noch 2 250 000 Bienenvölker

 

die bayerischen Imker sind in ca. 400 Bezirksverbänden organisiert

 

1956      der Kreisverband Imker Rosenheim löst sich vom alten Landesverband Bayerischer Imker (Grund: zu hohe Beiträge, Differenzen wegen der Satzung)

 

1959      nach vielen Jahren gibt es im Rosenheimer Raum erstmals wieder eine gute Honigernte

der Kreisverband umfasst 706 Imker mit 6951 Völkern

 

1960                Aufwärtsentwicklung der Bienenzucht: 748 Imker mit 7938 Völkern!

 

1968                Neuwahl der Vorstandschaft:

1. Vorsitzender: Alois Santl (Frasdorf)

2. Vorsitzender: Herr Hoffmann

Geschäftsführer: Eduard Sagberger (Thansau)

 

1971      der KIR tritt dem Landesverband Bayerischer Imker bei

 

1971                Neuwahl der Vorstandschaft:

1. Vorsitzender: Alois Santl

2. Vorsitzender: Herr Bacher

Geschäftsführer: Eduard Sagberger

 

1974                Neuwahl der Vorstandschaft:

1. Vorsitzender: Alois Santl

2. Vorsitzender: Alois Obermeier (Thansau)

Schriftführer und Kassier: Eduard Sagberger

 

1978      die Belegstelle des BZV Au wird zur Belegstelle des KIR

 

1980      die Vergiftung von Bienenvölkern durch Spritzmittel aus der Landwirtschaft hat stark zugenommen

der KIR hat 740 Mitglieder

um die Varroamilbe nicht einzuschleppen sollen in Zukunft Bienenköniginnen nur im Kreisverband gezüchtet und verkauft werden

 

1983      der KIR feiert das 100jährige Bestehen und richtet in der Inntalhalle Rosenheim den Bayerischen Imkertag aus

 

1986      bei der Varroabekämpfung wird Folbex durch Perizin abgelöst

 

1992                Neuwahl des 1. und 2. Vorstands;

1. Vorsitzender: Alois Obermeier

2. Vorsitzender: Jakob Sandbichler (Stephanskirchen)

 

1993                Neuwahl der Vorstandschaft:

1. Vorsitzender: Eduard Sagberger

2. Vorsitzender: Alois Obermeier

Schriftführer und Kassier: Rupert Steindl (Stephanskirchen)

 

die Belegstelle Wendelstein wird durch ein neues Bienenhaus erweitert – jetzt können 14 Drohnenvölker aufgestellt werden

 

in Thansau wird von Dr. Rosenkranz (Uni Erlangen) versuchsweise die Varroamilbe mit Ameisensäure bekämpft, da bei lange andauerndem Perizineinsatz in geringen Mengen kontaminierter Honig festgestellt wurde

 

2004                Neuwahl der Vorstandschaft:

1. Voritzender: Quirin Stürzer

2. Vorsitzender: Eduard Sagberger

Schriftführer und Kassier: Manfred Stäbler

 

die Züchtergruppe um Hans Guggenberger erhält die bayerische Züchtermedaille in Silber

 

2010      die Imker des Raumes Rosenheim beteiligen sich sehr erfolgreich an der Landesgartenschau in Rosenheim

 

2012                Neuwahl der Vorstandschaft:

1. Vorsitzender: Quirin Stürzer

2. Vorsitzender: Andreas Sollinger (Großkarolinenfeld)

Eduard Sagberger wird wegen seiner herausragenden Verdienste um den KIR zum Ehrenvorsitzenden  ernannt.

 

2016                 Neuwahl der Vorstandschaft:

1. Vorsitzender: Angela Sollinger

2. Vorsitzender: Kurt Ebner

Schriftführer und Kassier: Manfred Stäbler

Text: Manfred Stäbler

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