Archiv für den Monat: April 2014

Termine im Mai

Fr. 02.05. Ramerberg            Stammtisch

So. 04.05. Großkarolinenfeld              Stammtisch

Di. 06.05. Au bei Bad Aibling                 Stammtisch

Mo. 12.05. Halfing                         Schwarmvorbeugung und Königinnenzucht

Mo. 12.05.Prutting                   Stammtisch

Mo.12.05. Feldkirchen/Westerham            Stammtisch

Di. 13.05. Bad Aibling             Stammtisch

So. 18.05. Samerberg                    Schwarmverhinderung und Erweiterung

Sa.17.05.Haberspoint                Honig – das flüssige Gold

So. 18.05. Haberspoint                 Honig – das flüssige Gold

Sa. 24.05. Kolbermoor                 Anfängerschulung Ablegerbildung

Sa. 24.05. Halfing                         Königinnenverwertung, Ablegerbildung

Sa. 24. 05. Eggstätt                     Info und Austausch

So. 25.05. Kolbermoor                 Stammtisch

Fr. 30.05. Belegstelle                   Öffnung Belegstelle Wendelstein

Das war schön!

Lehr- und Studienfahrt des Kreisverbandes Imker Rosenheim

vom 25.-27.4.2014 in die Steiermark

Ein Bus voller Imkerinnen und Imker unternahm eine Besichtungsfahrt durch halb Österreich, um sich vor Ort – an der steirischen Apfelstrasse, östlich von Graz, nahe der ungarischen und slowenischen Grenze – über den derzeitigen Stand der dortigen Imkerei zu informieren.

Zuerst wurde die Ölmühle Höfler besichtigt, in der Kürbiskernöl hergestellt wird. Der kleine Familienbetrieb zeigte den Ablauf der Herstellung eines Kürbiskernöles. Man konnte beim Pressen der Kerne zuschauen und auch das Ergebnis probieren.

Bei der anschließend besuchten Imkerei Janisch handelt es sich vor allem um eine Schreinerei mit mehreren Mitarbeitern, die Beuten und Rähmchen auf Bestellung herstellen. Im angeschlossenen Laden sind außerdem viele Imkereigeräte und Honigprodukte zu erwerben. Imker Janisch trug aber auch seine Betriebsweise vor.

Der Höhepunkt der Lehrfahrt war die Besichtigung des Bienengartens der Familie Frühwirt in Edelsbach. Schon von weitem erkannte man diese Imkerei an einem 10 Meter hohen Bienenkorb, der von Menschen bewohnt wird. Ein besonders schönes altes Bienenhaus des Vaters steht immer noch und wird auch noch benützt, auch wenn die Familie und eine Reihe von Angestellten jetzt rund 350 Bienenvölker bewirtschaften. Der 2500 qm große Bienengarten ist in vielen sechseckigen Beeten angelegt, die mit bienengerechten Blumen, Sträuchern und Bäumen bepflanzt sind. Auch hier werden Bienenprodukte und Imkereibedarf verkauft. Schleuderraum, Kühlraum und weitere Arbeitsräume konnten besichtigt werden. Höhepunkt waren aber 2 Schwärme, die schon seit vielen Jahren im Bienenhaus an der Decke in einer Ecken hängen – und immer noch leben.

Dann ging die Fahrt durch die steierische Apfelstrasse. Man konnte die hübschen Häuser mit großen Grundstücken und viel Platz für Bäume und Sträucher bewundern. Viele alte Gebäude stehen aber auch leer. Viele Häuser sind neu ausgebaut oder ganz neu gebaut. Das Tal mit seine leichten Hängen ist mit viel Obstbäumen, vor allem Apfelbäumen bepflanzt, die mit Netzen gegen Hagelschlag gesichert sind. Aber auch Kirsch-, Birnen-, und Aprikosenbäume sowie Beerensträucher kann man sehen.

In einer Obstpresserei zeigte man uns dann viele Produkte – vor allem alkoholische – die aus dem Obst hergestellt werden. Bei einer Verköstigung konnte dann jeder seinen Favoriten herausfinden, auch mit Obstsäften.

Im „Haus des Apfels“ waren dann die verschiedenen Apfelsorten, Gerätschaften und Apfelprodukte zusehen. Auch hier wurde immer wieder der Bogen zur Bienenhaltung gezogen.

Am letzten Tag gab es eine Besichtigung in der Imkerei Kern. Bis zu 180 Völker hält der 65-jähige Imker unter Mithilfe seine Lebensgefährtin, die uns auch wieder mit Imkereiprodukten versorgte. Hier wird auch viel mit den Bienen gewandert, bis zu 110 km weit. Sehr schön war auch hier ein bienengerechter Garten mit allen Bäumen, Sträuchern und Blumen, die Bienen so mögen. Höhepunkt ist hier aber die Königinnenzucht. Herr Kern züchtet große Mengen an reinrassigen Carnicabienenköniginnen sowohl für den Eigenbedarf als auch für den Verkauf, die höchste Auszeichnungen bekommen.

Beim abschließenden Apfelblütenfest in Puch konnten wieder Apfelprodukte, ein Kräutergarten, der kleine Ort und die Umgebung besichtigt. Es wurde gesungen und Musik spielte auf – und wir wurden öffentlich begrüßt und bekamen sogar Beifall.

Interessante Eindrücke, fachliche Gespräche und ein gemütliches Beisammensein rundeten eine vom Ehepaar Sollinger gut vorbereitete, schöne Ausflugsfahrt ab. Und unser immer fröhlicher Busfahrer Kurbi bracht uns sicher nach Hause.

Hans-Hagen Theimer, Fachwart

Bild: Johann Mayer

 

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